Lösung

IPv6

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  1. Übersicht
  2. Zugang

Das Internet basiert auf der Möglichkeit von Ende-zu-Ende-Verbindungen. Viele Internetanwendungen wie VoIP oder Peer2Peer funktionieren nur mit direkt adressierbaren Endgeräten wirklich problemlos. Das Internet ist ein Opfer seines Wachstums geworden, so dass viele Endgeräte hinter NAT  verschwunden sind.

Mit IPv6 gibt es nichts Neues oder viel Anderes, es hat einfach ein paar Bits mehr für die Adressen. Allerdings braucht man diese Bits inzwischen auch.

Ein solcher Eingriff in die technischen Grundlagen bedeutet, dass die Infrastruktur angepaßt werden muß. Da IPv6 schon mehr als 10 Jahre alt ist, stellen weder die Router noch die Endnutzersysteme ein nennenswertes Problem dar. In den meisten Fällen genügt es, IPv6 einfach einzuschalten, um es nutzen zu können. Da es keinen Grund gibt, kein IPv6 einzusetzen, wird beispielsweise bei der Umsetzung von EU-Projekten IPv6 als Kommunikationsprotokoll verlangt  .

Der große Adreßraum von IPv6 gestattet es Firmen, mit einer einzigen Adreßzuweisung praktisch ewig auszukommen. Ein typischer Internet-Service-Provider kann mehr komplette Netze an Kunden zuteilen, als es weltweit IPv4-Adressen für Endgeräte gibt. Auf der anderen Seite wird man auch in Zukunft IPv4 Adressen bekommen, jedoch werden diese Adressen dann gehandelt oder versteigert und entsprechend teuer. Diese Gefahr droht bei IPv6 nicht.